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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts. iZn

giengs ihm? Bringen wir doch das unreine Fett,womit wir opfern, überall hin, machens zum ein-zigen Blick Gottes, den wir erwarten! DieSage spricht kindlich: Gott wandte sein Dateraugedarauf; nahm die Gabe des guten Kindes an, undthat, als ob er die andre nicht sähe. Daß dieseine gegenwärtige Empfindung beider bei ihremOpfer gewesen, zeigt der unmittelbare Zusatz: Kainergrimmte und schlug sein Antlitz zu Äoden. Al-les ist Eine Gegenwart, Eine gewisse dastehendeHandlung. Ergrimmet er etwa nach Einem Lahr,als er die Zinsen berechnet?

Kaum siehst der Vater, Gott, den glimmen-den Funken im Herzen seines zurückgesetztcn Soh-nes; so schweben ihm alle Flammen vor, die derFunke geben könnte und würde. Freundlich sprichter zum Erstgebohrnen:Warum zürnest du, Kain,und schlägst dein Angesicht nieder? Nicht wahr?Ein guter Jüngling blickt auf, er darf sein Angs-sicht zeigen. Ein böser aber: hüte dich! da liegtein Löwe*) vor deiner Thür. Er hat Lust zndir: er leckt von ferne dein Blut schon; aber auf!wapne dich, scy Kain, treibe fort den Löwen,

*) Bekannter Massen ist das ^ 2 ^ «in Bild vomLöwe», der mit übergeschlagenen Füssen daliegtund lauret. Lette giebts gar sul>8tantive einenLaurer (L^mb. Li-em. 1 °. I!l. x. 562.) von lie-genden Lhicren wirds gebrauchr, und das bestä-tigt hier der Ausdruck: vor der Lhür.

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