des Menschengeschlechts. ig3
„und führest mich zum frischen Wasser, erquickest„mich und leitest mich mit sanftem Stabe." —
Es begab sich aber nach Ende der Tage, daßKain opferte und Abel opferte auch. Wir hörendurchhin den Ton der Hnusgeschichte, der einfältigenFamiliensage, die streng und rasch zur Hauptbege-benheit fortgcht. Warum opfern sie? wie? aufwessen Befehl? jetzt das erstemal? — Mich dünkt,die Worte: „Abel ward ein Schäfer, Kain aber ein„Ackersmann, und es begab sich nach Ende der„Tage, daß Kain dem Herrn Opfer brachte von„den Früchten des Feldes, Abel aber brachte auch„Opfer u. f." sind Wink genug aus der Einfaltdamaliger Zeiten. Zween Söhne Adams tretenihre Lebensart an auf der wüsten Erde. Ist siedem Herrn gefällig? wird er sie segnen? Dir, Va-ter, wies er selbst dein Loos an, wir wählen dasunsere auf deinen Befehl: alles uns unbekannt,schwer, fremde, feindlich: jedes Gute trieft vomSegen Jehova's. — „Er hat euch gesegnet, Kin-„der, das Jahr ist um. Nimm, Kain, von dci-,,ncs Feldes Beute, und du, Abel, das Zarteste„deiner Heerde und tretet für seinen Altar, und„ladet ihn ein und gebets ihm zur Gabe. Er darf„keines Fettes der Schaafe: der Duft des Feldes,„das der Herr gesegnet hat, ist sein erquickendstes„Opfer, und Freude, und Wohlgefallen der Men-schenkinder. Aber er wollts! wir geben, was wir„haben, was können wir mehr? thuts, Kinder,„mit ganzem, willigem Herzen, dankbar. Ec wicdS„anfehn, väterlich ansehn" — Und sie brachtens-t:mit so ungleichem Erfolge.
Heeders Werke z. Rel. u. Lhevl. VI. N