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A e l t e s t e Urkunde
„Schlange und unsre Uebel des Lebens. Adam,„einen Sohn."
Sie fuhr fort zu gebähten, und nannte, ent-weder aus großem Schmerzen, oder aus Schwächedes Knaben und aufsteigender trauriger Mutterah-nung, den Zweiten ihres Leibes „Trauer! Mir ah-„net Unglück an ihm. Nichts, Eitelkeit, Hingang:„wir werden ihn verlieren." Oder Abel ist dernachhin gegebene Name, ein Denkmal der ganzenGeschichte seines Lebens: denn es stehet nicht, daßEva ihn nannte.
Abel ward ein Schäfer, Kain ein Ackcrsmann.Der erste, vielleicht auch stärkere, erbte die Lebens-art seines Vaters; der zweite sammlete sich dassanfteste, nutzbarste Wollenthicr zur Heerde. Siehedir zween ersten simpelsten Stände der Menschheit.
Der Naturlehrer unsrer Zeit,*) ein Mann vonerhabnem Geist und wahrem Blick in die Schöp-fung, der fürwahr! nicht einer Bibel zu gut dich-tet, sindets fast unerklärlich, wie das zahme, zarteSchaas sich ohne Mcnschenschutz und Sorgfalt erhal-ten können. Hier ist der Aufschluß. Es war daserste Thier, das sich der Menschenpflcge übergab,und woran sich Zucht und Pflege des Thierreichsübte. Es ist nicht wild, ein gebohrner Nachlaß desParadieses. Durch seine Natur gleichsam sprichtszum Menschen: „du bist mein Hirt! so mangelt„mir nichts. Du weidest mich auf grüner Aue
und
*) Bussen vom Schaas.