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Aeltcste Urkunde
„meten sich nicht und nun — sahen sie, daß sie„nackt waren." Nichts mehr? So fragt Gott:so fängt er von der Schlange „nun wohlan! weil„du solches geihan hast!" an: die herbesten Folgenwerden, nach Eigenschaft der Ursprache, blos weis-sagend gesagt: „weil du das thatest, das ist die
„Folge" — Die Scheibe läuft umher, und einganz ander Geschöpf stehet da, statt des nackten,der bekleidete Adam, statt des honigsauqendenSchmctterlinges im Paradiese die blätterfrcssendeRaupe — und doch dasselbe Geschöpf, in GottesHand Ein Adam. Es ist, als ob Zeit und Jahrs-zeit nur sortgerückt sey: statt der lobenden Lerche,statt der liebelockenden Nachtigall schlägt jetzt dieWachtel der Garben — Wie Alles, so ist dieserTon des Stücks feiner hohen Wahrheit und Gött-lichkeit Siegel. Offenbar schriebt, erzahlt's undlenkt's kein Mensch, dem selbst sein Weh und Kum-mer und sein liebes tägliches Brod hart siel; son-dern Einer, der nicht dazu zu gehören schien, derdem Spiel, als seiner Verwandlung, zusah, undden schönern Ausgang wußte. Die arme Raupesoll wieder'Schmeiterlig werden im bessern Para-diese; nur kurz sollt du, mühende Wachtel, schla-gen und bald in Lüsten dich aufschwingcn, in neu-en Gebüschen ckieben und loben. — Wenn, wie je-mand will, eS überhaupt Ton der Götter auf Er-den ist, von hohen Sachen niedrig, und von ge-ringen hoch zu sprechen, das Wichtigste durch einenEinfall zu enden und überm Nichts sein Leben zuverlieren; so hat sich auch hier die Gottheit derMenschenthorheit bequemen wollen. Am Baumehindert sie nichts und —kleidet den Menschen. Sie