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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aeltcste Urkunde

meten sich nicht und nun sahen sie, daß sienackt waren." Nichts mehr? So fragt Gott:so fängt er von der Schlangenun wohlan! weildu solches geihan hast!" an: die herbesten Folgenwerden, nach Eigenschaft der Ursprache, blos weis-sagend gesagt:weil du das thatest, das ist die

Folge" Die Scheibe läuft umher, und einganz ander Geschöpf stehet da, statt des nackten,der bekleidete Adam, statt des honigsauqendenSchmctterlinges im Paradiese die blätterfrcssendeRaupe und doch dasselbe Geschöpf, in GottesHand Ein Adam. Es ist, als ob Zeit und Jahrs-zeit nur sortgerückt sey: statt der lobenden Lerche,statt der liebelockenden Nachtigall schlägt jetzt dieWachtel der Garben Wie Alles, so ist dieserTon des Stücks feiner hohen Wahrheit und Gött-lichkeit Siegel. Offenbar schriebt, erzahlt's undlenkt's kein Mensch, dem selbst sein Weh und Kum-mer und sein liebes tägliches Brod hart siel; son-dern Einer, der nicht dazu zu gehören schien, derdem Spiel, als seiner Verwandlung, zusah, undden schönern Ausgang wußte. Die arme Raupesoll wieder'Schmeiterlig werden im bessern Para-diese; nur kurz sollt du, mühende Wachtel, schla-gen und bald in Lüsten dich aufschwingcn, in neu-en Gebüschen ckieben und loben. Wenn, wie je-mand will, eS überhaupt Ton der Götter auf Er-den ist, von hohen Sachen niedrig, und von ge-ringen hoch zu sprechen, das Wichtigste durch einenEinfall zu enden und überm Nichts sein Leben zuverlieren; so hat sich auch hier die Gottheit derMenschenthorheit bequemen wollen. Am Baumehindert sie nichts undkleidet den Menschen. Sie