Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
182
Einzelbild herunterladen
 

AeIteste Urkunde

182

,,Aber die Erbsünde"Grausamer Vor-wurf! von Kindern, von all meinen Kindern!Und hats mir nicht genug gekostet, daß ich sieeuch gnb, daß ich als Erbrheil sie euch Nachlassenmußte? Könnet ihr euch den Stammvater einesGeschlechts denken, könnet ihr? und der nun dasfühlet, wie er für Alle, für Alle nicsits als dasgethan, Alles verscherzt hat. Wurde die Bürdemir nicht schwer genug? kroch mit ihr zu Grabeund starb des Todes in welcher Dämmerung!was sah ich nicht, das ihr sehet! Habt ihr nachdem Falle ein Wort von mir, als das Bekennl-niß meiner Schwachheit und Thvrheit ?*)"

Erbsünde rücket ihr mir vor, und was fürFülle der Gnade und Gabe habt ihr dagegen!Habt ihr ein Buch von Lasterthatcn, damit icheuer Geschlecht verschlimmert ? meine erste Jugend-sünde, wie lange, wie tief bereuete ich sie! undhalf meine Reue, wenn Gnade, die für euch sagte,euch nicht lange zuvor, als ob jeder von euch Adamwäre, überdacht hätte? Und wie wendet ihr dieseeuch umstremende, freie, unverdiente, eure an-gcbohrne Neigung unendlich überwiegende Gottes-,,gnade an? Wie tausendmal habt ihr meinen Fehlvorsctzlich erneuert? wen von euch sehe ich, denich an meine Stelle zu setzen nur mit EinemBlick würdigte? Dich? dich?"

*) r Mos. 3 , io. 12. Selbst die Namen der Kin-der gicbt nachher die Mutter der Lebendigen,Eva.