dcS Menschengeschlechts. rA3
„Deine Sünde wird uns aber selbst zugerech-„net, Vater!" „Zugcrechnet? versiebt ibr das edle„Wort nicht, so reißt euch los, werdet einzelne„Erdschwamme, und laßt euch nichts zurechnen c„euch weder unter meinem Geschlecht, noch unter„seinem Nach begreifen. Beydes speye euch aus.„Der Gott, der Alles in Einem sieht, der in mir„euch alle schuf und sah zur Sünde, und in sich„selbst in seinem himmlischen Sohne zur Seelig-„kcit, mußte er euch nicht zurechnen, euch hier„zum Tode, dort zu höhcrm Leben ordnen? Oder„seyd ihr etwas ohne ihn, ohne seinen freyen Rath?„Ncgts euch nun nicht, daß Gott euch in sich„selbst, in seinem Herzen sah, seinen Sohn euch„nicht zurechnete, sondern gab, euch selbst eurem„Geschlecht einverleibte, daß sein Geist Othcm des„Lebens wieder in die zerrüttete Modcrerde hauchen„und Gotkesgeschlecht daraus schaffen könnte —„regt euch das nicht? Fühlet nicht die Eingeweide„seiner Erbarmunq wallen, da ich siel; die Saiten„seiner Gottesempsindung durch alle Wesen zittern„und wiedertönen und fortzittcrn, bis er das Hcrz„seiner Eingeweide, den Sohn und den neuen Geist„seines Othcms euch einpflanzte und seine Natur,„statt meiner, in euch hervorbrachte! Fühlet die„Gottesweisheit, die Vatermilde, das höchste Ge-setz der Sparsamkeit seiner Schöpfung nicht, daß„er mit Einem für Alle zufrieden war, und zwar„mit sich selbst, statt euch allen, in eurer Natur,„Gott in Christo, die Welt mit ihm selber versöh-nend, damit er ihnen nichts zurechnen dürfte,„und Alles zurechnen könnte: ihr alle in Christo,„in Einem Unschuldigen, die ganze Gerechtigkeit