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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
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172
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Aelteste Urkunde

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Schöpfung! Einzelne Wasserblasen, die aufwaken,sich begegnen, einander verschlingen, hinsinkcn,und waren nichts, und wissen nicht, was sie wa-ren. Schattensolge von Wesen an der Wand, de-nen nur ein gegenstehendes Licht Wesen und Ein-heit leihet, und die Nichts sind. Sie liegen inder Höhle wie Schaafe, der Tod weidet sic, in derHöhle müssen sie bleiben und sehen das Licht nim-mermehr. Stelle dich an Adams Grab und fühledas durch, und fühle sein Geschlecht durch, wie sienach Schweiß und Kummer ihm nachfahrcn, ver-sammlet zu den Vätern, die Erde sind, und sehendas Licht nimmermehr. Es ist eine Qualwüste,das Feld, wo der Mensch ackert, eine verfluchteEinöde voll unnützer Dornen und Disteln, wirfressen Vrod von den Gebeinen der Väter

Zu einem höhcrn Leben waren wir bestimmt,aber nicht in Adam; aus freyer Gnade Gottes, infeinem Sohn. Die Ruthe krümmete sich, ehe sieaufsprang: der Erdklos zeigte, daß er sich, selbstmit allen seinen "verliehenen Vorzügen, aus eignerpositiver Kraft, von der unsre Weist» voll sind,nicht in den Himmel hebe, sondern, sobald ihnGottes Wort nicht halt, in seine Mutter, denStaub sinke. Adam siel: in ihm siel Alles, wasseiner Erdenatur war. Das Gesetz, sagt Paulus,ist je heilig, und das Gebot je heilig, recht undgut. Ist denn, das da gut ist, ein Tod worden?Das scy ferne; aber die Sünde erkannte ich nicht»ohne durchs Gesetz. (Ohne dasselbe konnte sie unddas Gute, der fceye Gehorsam nicht offenbar wer-den , siehe da den Baum des Erkenntnisses Gutes