Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
171
Einzelbild herunterladen
 

des Menschengeschlechts.

Wie anders hatte nach solcher heidnischen Got-teslästerlichen Götzcnlchre der beleidigte Richter, derbetrogene Schöpfer handeln sollen, als er gehan-delt hat! In die Hölle werfen den Teufel, der sei-ne Rechnung geirrxt, an den Felsen schmieden denPrometheus, in die Spalte des Baums spalten,an dem er gesündigt, ' und siehe, der Vater,der Gott ist, und nicht stehet, wie ein Menschsichet, Er, dessen Gedanken über des barmherzig-sten Erdewurms Gedanken sind, als hoch der Him-mel ist, über der Erde: Er hatte die Sünde Adamsnicht nur vorausgesehen, nicht blos leibliches Guteaus ihr zu bringen gewußt, sondern Dank dembarmherzigen freyen Vater! in ihr und nichtin Adams Erdheiligkeit und Sclbsttugend das höhe-re, geistige, ewige Wohl des ganzen Geschlechtsersehen und verordnet. Würde meine Stimme hierEngelsposaune, diesen viele Zeiten verborgenen unddann offenbarten und jetzt wieder verdeckten undverachteten Aufschluß, das ganze Geheimniß derMenschcnbestimmung,Menschengottfeligkejt" zuVerkündigen, ivie ichs syst!

Der erste Adam ist gemacht ins natürliche Le-ben, sagt Paulus: unter diesem Haupt und Va-ter welch' armes Volk Ware sein Geschlecht nochimmer blieben! Wenn mit dem Kreisgange vomErdklos des Feldes ins Paradies und vom Paradiesin den Erdklos des Feldes alles aus gewesen wäre,armes Geschlecht! Der belebte Erdklos reget sich,in Freude und Kummer, eine Zeitlang umher:Schweiß und Mühe sind sein Lohn, und er ver-duftet, wird wieder, was er war traurige