Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
173
Einzelbild herunterladen
 

des Menschengeschlechts.

und Böses.) Da nahm die Sünde Ursach am Ge-bet und erregte Lust: denn ohne das Gesetz war

die Sünde todt, wiewohl der Mensch lebte. Daaber das Gebot kam, ward sie lebendig, und derMensch starb; da ward zum Tode, was uns zumLeben gegeben war. Und so ist durch Einen Men-schen die Sünde kommen in die Welt und der Toddurch die Sünde: (darum siel Adam so bald) undder Tod ist durch ihn zu allen Menschen durchge-drunqen, dieweil sie alle gesündigt haben. Vonihm herunter herrschte er übers ganze Geschlecht,damit vielmehr Gockcs Gnade und Gabe vielenreichlich widerführe durch die Gnade des einigenMenschen, Jesu. Denn so um des Einen Sündewillen der Tod gehercschet hat durch den Einen,vielmehr werden die, so die höhere volle Gnadeund Gabe empfangen, lebend herrschen durch denEinen Herrn Jcsum Christ. Tod Adams, Gesetzund Sünde war also ein neben eingekommener cin-gemischter Sauerteig, daß durch das Hinzukom-mcn einer neuen höheren Gnade höheres Leben,höheres Gute würde, als je durch Adams Selbst-strcbcn hätte werden können. Der Komet sank,bis er sich dicht an der Sonne, krast dieser, nenund höher aufschwang. Durch Zwischen - und Miß-töne brach sich das Lied der Schöpfung zum höher»Wollaut: vom todten Jubel der Morgensterne zumbeseelten Jubel aller neubelebten, höher erhabnen,der erretteten Christussöhne.

Der Künstler jedes-schlechten Werks weiß, daßnur durch Schatten höheres Licht, nur durch Auf-opferung höhere Zwecke, nur durch Leiden höhere