168 Aelteste Urkunde
schmerzen, Lasttragcrin der Hütte: mehr als dashattest du verdient; der gnädige Vater aber warfvor dir seinen Fluch auf die Schlange, und machtedich zur Quelle des Lebens. So, duldender Adam,ward dein Schweiß gekühlet: die Last ward dir
leichter, weil du sie dir selbst gegeben: selbst zumGrabe sank dein Haupt sanft, denn wie lange hat-test du cs verdient! an welchem Tage sollte dichschon der Tod treffen! — Gnädig und barmheizigist der Herr! gedultiq und von großer Güte. ?lleseine Strafen sind Wohlthat: seine Mittel Zweckeund jeder Zweck wiederum Mittel. Er waget ursmenschliche Last zu, züchtigt mit Menschenruther,bereitet, ehe er züchtigt, und jeder Streich wa:duns tausendfach zu höherm Guten. So leitet, soerzieht, so entwickelt Gott — in jedem Schrittedie ganze Zukunft: in Adams Fehltritt noch des
ganzen Geschlechts Wohl und Fortleitung der Ket-te — —
Um Alles zu fühlen, dürfen wir nur jedes Ein,zclne betrachten. Wie viel ist über den Ursprungder Kleidung gerathen und geschrieben ! , Uebci ihrGutes und Böses, Scyn und Nichkseyn: so überalles Gute und Böse unsrer Natur, Wohnung, Le-bensweise, Geschlechter, Stande, Alter des Lebens,und betrachte nun Alles, was darüber gesagt ist,gegen diese Urkunde der Menschheit! und in so ein-fältigen Sagen! und in so einer tausendfach cintal-tigcrn Begebenheit und Thatsachc der Urwelt, «usder sich die lüUartu wsZna aller Alter und Standeunscrs Geschlechts entwickelt.
„Wie aber? so mußte Adam fallen ! so ivarS