d c s Me n sc h e n ge sch l e ch ts. 169
„versehen im Rathe des Schöpfers!" —- Ich fragenochmals: wie wollen wir hierauf antworten? alsGötter oder als Menschen?
Als Götter >— und kannst du dir einen Gott,den Schöpfer des Menschengeschlechts denken, derden Erdklos nicht gekannt, aus dem er dies Ge-schöpf machte? Die Starke des Othems nicht ge-kannt , den er ihm cingewehct? Kannst du dir ei-nen Gott denken, der das Gebau der Eva nichtkannte, nicht die Schlange hincinschlüpfen und denZusammenstoß der Gedanken des Weibes voraussah? Welch ein Gott, welch ein Künstler! Soentschlüpfte seiner Hand der Faden, kaum da erihn anspann: der Schiffer sah sein Schiff im Un-gewitter zertrümmern, eh er vom Ungewitter getrau-met und je auf die Rettung einer Menschenseelebedacht gewesen?
Wollet ihr Gott vertheidigen mit Unrecht
Und für ihn Schande und List brauchen?
Wollet ihr seine Person ansehen?
^ Wollet ihr ihn vertreten?
Arme Vertreter, er hat eure Tauscherei nichtnöthig. „Ist auch ein Unglück in der Stadt, das„der Herr nicht thuc? Dich jammert der Kürbis,„den du doch nicht gcpflanzet hast, und mich sollte„nicht jammern eines Menschenvolks, einer ganzen„Schöpfung voll Leben," die meiner Versetzungund Erwartung zuwider unwiederbringlich umschlagt