des Menschengeschlechts. r65
von und zu seiner Fassung : er lag in Batersschooße.An dessen Munde lernte er Sprache, empsieng Rich-tung auf Gott, Kunst und Weisheit: im Laby-rinthe der Empfindungen leitete ihn der Vater undregte das Saitcnspiel seines Herzens, bis cs Zeitwar und er die Mannin umarmte. — Denke dirjetzt eine Schaferzeit nach deinen besten Begriffen,da jedes unschuldig war, und keinS noch wußte,was es am andern habe? Du wirst diese Paradies-zeit, die noch, wo ihr kleinster Nachlaß webet,Paradies ist, nie edler, reiner, umfassender, wah-rer, höher ausgedruckt finden, als im LobgesangAdams auf seine Mannin — Alles mehr, als einMensch dichten konnte: Wahrheit, Göttlichkeit,
Ursprung.
Nun bilde dir ein, daß dieser Edcnszustand (dieUrsachen noch unbetcachtct) nicht länger habe daurenkönnen und sollen, als der gcdauret, bis eine ge-wisse Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten undEmpfindungen da war, daß also der folgende Zu-stand nicht Unter-, sondern lieber - und Fortgangdes Menschengeschlechts im Plane Gottes gewesen;kannst du dir eine Fortleitung, die Entwicklungdes ganzen Gewirres menschlicher Empfindungen,Bedürfnisse und Triebe eben an seiner vcrwickelt-sten Stelle, wie oder über diese, denken? So leichtund einfach und milde und weise, überdacht aufalle Falle des kommenden tausendartigen Geschlechts,ganz Vaterliebe und Güte, und doch als ob Gottnichts thuc, als ob er Alles thun müsse! Ein Ap-fel, Ein Biß, Eine Schlange that Alles. Dieentwickelte Schaam und Reue und Furcht und