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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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156
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Aeltcste Urkunde

Der Spott des Vaters war ihm Lehre auf denWeg: so drang cs tiefer. Wenn er seine erworbe-ne Haut ansah, die einzige Beute des Paradieses,so rief ihm die Stimme: Adam wie unser Einer!Du mußt erkennen, unterscheiden, prüden, erfin-den , dich deiner Haut wehren. Siche da denAdelsbrief der gottgieichcn Vernunft, die wir fastallein kennen, üben und loben; er ist ihr im Spot-te gegeben. Freilich jetzt nothwcndig, eine Schad-loshaltung, ein theurcs, liebes Muß; Muß aberist noch kein Segen, Schadloshaltung kein Ersazdes Verlernen; und du Perle des Paradieses, gott-gleiche Unschuld ; du heiliger Rathschluß:Lastet

uns Menschen machen, eine Gebilde, wie wirsinlfi warst etwas anders.

So auch das Verbot vom Baume des Lebens:es war Spott, Strafe und Wohlihat.Auf daßder mächtige Geniester nicht auch ausstrccke seineHand und koste vom Baum des Lebens, wie ervom Baum der Götterweisheit bereits gekostet!und wie er an Erkenntnis ein Gott worden, csuns zum Trotze nicht auch an Unsterblichkeit wcr-dc so ließ ihn Gott aus dem Garten Eden,

und zwischen der Unschuld und Weisheit, die nochvon keinem Bösen weiß, die Grenzen ans Lichtzu sezen? Schwärmer und Philosophen, die My-stik und Metaphysik, hält Eins oder das Andrefür Fabel, und beide sind doch wahr, köstlich,gut: nur sie verhalten sich, wie Paradies undAcker, Jugend und Mannszeir, Frühling undSommer, Blüthe und Frucht.