des Menschengeschlechts. i55
als die Schlange sprach: „Ihr werdet seyn wie„Gott, und Gut und Böses erkennen" und wie esnun heisset: „Siehe den Adam worden, wie unser„Einer!" Einerlei Worte, ein Dreieck eines dreifa-chen sich einander cntgegenstehenden Sinnes, unddoch in der jetzigen Natur des Menschen zusammen-treffend, sich einander bestimmend, aufhebend, eindreifaches Eins. — So war der Mensch! das wollt'er werden! das ist er nun! — Selbst im Spottedes letzten (anders spottet Gott nie) liegt Wahrheit,Unterricht, mitleidsvolle tröstende Lehre, Aufschlußseines künftigen Scyns.
Sieh Adam wie unser Einer! und allerdingsmuß er jetzt so seyn, muß seine erworbene Erkennt-niß und Ueberlegenheit brauche», zeigen, was ervon einem Thiere gelernt. „Verbirg deine Klug-heit unter dieser rauhen thierahnlichen Hülle, aber„erhalte, brauche sie, pflanze sic fort. Die Er-„kenntniß Gutes und Böses ward dir ein theurcr„Kauf: Erhalte den Zehrpfennig, da du die Perle„verloren, ohn' ihn kommst du, nunmehr dir selbst„überlassen, nicht fort. Du stehest dich an der,,Thür des Gartens dem nackten Felde nah und in„dein rauhes, blulkostendes Muß gekleidet!"*) —
*) Jeder sammle sich hier die Stellen, die er ausHesiod und Orpheus, Lukrez und Virgil, Ovidund andern Nachträgern von der gotdnen, silber-nen, ehernen und eisernen Zeit weiß. — Wäreder Versuch nicht der Mühe werkh, zwischen die-ser Vernunft, dem Erkenntniß Gnies und Bösen,