des Menschengeschlechts.
149
Ruhn mit einander, die Gefangnen singen Feier,Der Klein' und Große: jeder Knecht ist frei.
,,Erde zn Erde!" Wie leicht wär's dein lin-dernden Vater, der in seinen Strafen nur Evange-lium predigt, die kleinen Worte hinzuzufügen ,,und„dein Geist wieder zu mir, der ihn gegeben" aberer schweiget. Erde zu Erde: Adam sollte des To-des sterben: sterben im Namen des ganzen Ge-schlechts als Vater. Trug also bis ans Grab seineBürde hin, sah hinunter und es war Grab: sah ermehr- sah er weiter? Rings war Wolkcnhimmelum sein Feld gezogen: sein längster Gedanke reichtebis — in seiner Mutter Schooß.
Und er verlor Abel im Blute, und noch lesenwir nicht, daß ihm ein deutlicher Strahl des höhernLebens worden. Welche Schmerzen! Verlust seinesliebsten Sohns! nur sein Blut schrie auf von derErde; wußte er mehr? Oder mit welchem Ringen,Hoffen, Sehnen und Ahnen hatte ers sich erringenmüssen? — Sogleich nur nach Adams Tode gabGott den abirrcnden Sterblichen.das erste nähereBild des höhern Lebens, da er Hcnvch wegnahm.Der Vater aller, der Tod in die Welt brachte ,mußte für sie alle auch irdischen Todes sterben. Erwar nur gemacht ins natürliche Leben, heißt csauch in diesem Verstände, seine lezte Weisheit wardie, um welche noch MoseS bittet, zu wissen, daßman stirbt.
Und sollte sie dir nicht Trost gewesen sehn,diese Grabesweisheit, du aller Sterbenden Vater?Viel Mühe und Kummer hast du erlebt in deinem