ter, haben deine Kinder ehrwürdig gealtert: dir,Mann, blühen Gedanken, Sorgen, mißrakhr e Ent-würfe, Mühe, Kummer um deine heiligen Schlafe.Uebcr der Blasse ihrer Wangen, denen der ersteRosenthau hinweg ist, lacht ein hohes fröhlichesMutteraugc. Unter dieser grauen Krone sicht einfester, geprüfter Blick, schlagt ein männliches edlesHerz. Die Mutter sieht Töchter um sich wohnen,der Vater sandte Söhne aus, edle Söhne: er ruhtauf ihnen, und weiß nicht, wo sie sind. Sic we-ben und streben, wie er strebte.
Endlich der dumpfe Nachklnng: „bis daß du„wieder zur Erde werdest: Erde zur Erden." IsisFluch oder Wohlthal? Hier Fluch, bald, im MundeGottes selbst, Wohlthat: gnädiger Fluch also. Washat der Mensch von aller feiner irdischen Arbeitunter dieser brennenden Sonne, alö — Ruh imGrabe? und doch scheints ihm hart, daß er nichtsmehr davon habe? und doch, wie cs jezt ist, wenner sich fragt, was will er mehr? Ewiges bauendes verfluchten Ackers, und Dorn und Disteln jätenund Gras kauen — Mutter Erde, du nimmst unsauf! nach Kummer und Sorge, Schweiß und Dienstwird deine Ruhe süß seyn. Nimmst uns in deinenSchvoß wieder, aus welchem wir sind: was kannstdu uns mehr geben? und was verdienen wir mehrdafür, daß wir dich unterjochet und deinen Rückenzcrackcrt-verdienen wir mehr?
Da ruhen, die nie geruht: sie ruhn von ihrenLasten,
Sie ruhn die Müden und ihre Dränger schweigen: