des Menschengeschlechts. 147
ist seine Glückseligkeit, im Schweiß seines Ange-sichts ^meckt sein Brod. Was ist Menschenstre-ben,*) als den verfluchten Acker bauen, Dorn undDisteln jäten, das Kraut des Feldes essen, einenBissen Brod in Kummer und Mühe: dann zuletzt— Erde zur Erden.
Strebe, Mann, 'denn du mußt streben! InMüßiggang wohnt nicht Ehre: Feigheit hat keineHerrschaft.
Strebe, denn du mußt streben. Wolle keinenDank, keine selbstsprossende Ernte; je mehr Un-dank, je mehr Dorn und Disteln, desto mehr bistdu Adam. Wirst doch Erde, und dann ruhest dugenug.
Strebe, Mann, denn du mußt streben: einThor, wenn du was am Ziel erwartest, als —Nuhe. Im Laufen ist Warme, im Kampf istMuth, im Schweiße schmeckt Brod. Und du er-wirbst für alle die Deinen.
Das Weib ist Leib, der Mann Seele, und soleidet jedes an dem Theile, der es ist. Dich, Mut-
*) Dies ist nun der Sinn jenes mißverstandenen ein-fältigen Ausspruchs: Der Mensch zur Mühe derErde geboren: des Räubers Söhne fliegen, wieFunken, empor. Was ist schwerer und mühseli,ger, als der Erdmann, der an der Scholle kle-bet? was leichter, als der Raubvogel, der wieein Funke herausschießende Adler?
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