ist auf jener Wohlthat: die durchfloßnen, durchge-grabnen Züge sind genau dieselben.
Was war das Weib im Paradiese? Blumeder Unschuld , Schwester aus der Seite, Männin;sie ists nicht mehr. Das Brautgewand der Schaamhat sie ins Joch des Ehestandes gebeuget, ihre ho-hen Hoffnungen sind zur Erdhütte gesunken: sietragt, sic leidet. *) Aber freue dich, Weib, duduldest für dein Geschlecht: eine andere Göttin undKönigin, der Lebenden glückliche Mutter. Du bist,sagt Adam, voll Leben, und nennet sie Eva.
Adams Fluch endlich — aber er trifft nichtAdam; nur das Feld, wo seine Hütte stehet. DieStrafe rollet herunter: die Schlange ward ganzverflucht: das Weib muß noch an ihr selbst leiden:bei Adam leidet sein Acker. Er war nicht verführt,er hatte nicht gegeben. — Aber auch daß er genom-men hatte, war schwer: denn ihm war das Gebot
wor-
*) Eine Analogie hievon bleibt noch immer zwischenJungfrau und Frau, zwischen Hoffnung und Ehe.Die Jungfrau lebt noch immer im Paradiese:Schmetterling in einem romaniischcn Eden: sieist frei, sie weiß nicht, wo sie lebe:: fliegr zwi-schen Himmel und Erde. Die Frau wird Raupeder Erdhütte, und die Verwandlung gehr oft miteben so vielem Unmulh, wenigstens mit eben soviel Bcfremdung vor, als dorr. Wie verwandeltsich nicht die Jungfrau, die Weib wird?