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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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gemißbraucht war, dem Weibe das Bild und ersteVorbild des Fluchs werden lWas dachtest du ander glanzenden, schlanken, liebäugelnden, Naschc-,,rin, die du droben auf dem Baum*) sähest?Siehe sie danieder geworfen in Staub, das istihr Gang, Nahrung und Erbthcil. Sie gehörteso wenig auf den hohen Thron, wie du auf denThron der Gottheit: Göttcrfrüchte anweisend, undleckt den Staub, dir unter dem Fuße."

Solch' einem Thier bist du gcfolget, dem nie-drigsten, verfluchtesten Thiere des Feldes. GotteS-ebenbild, Mannin, aufgcrichtete, schöne Gestalt,Zier deines Mannes, Königin der Erde.Sieh, wie cs dahingeworfen im Staube kriecht,sich fortwindet dir unter dem Fuße Erhabene,wolltest du eine solche Gestalt werden ?" **) DieLüsternheit der Eva, ihre Eitelkeit, Göttin zu seyn,

*) Vielleicht ist dies genug, und wir brauchen nichtder Fabel von der einst fliegenden Schlange,dem glanzenden Seraph. Es wird nachher einegemeine Erd - und Krautschlange, die den Fü-ßen nachschleichr. Vielleicht ist auch das charak-teristisch , daßdas Biperngeschlecht seinem Ge-suche nach nicht beleidigend, sondern angenehmsey." Shaw's Reisen S. r6o. Ein neuer Reizfür die lüsterne sinnenprüfende Eva.

**) Daß im Orient die erhabene Gestalt vorzüglichdas Gölrerbild sey, weiß jeder: die gekrümmte

kriechende Schlange ist da das scheußlichste Gö-tzenbild.