gemißbraucht war, dem Weibe das Bild und ersteVorbild des Fluchs werden l „Was dachtest du an„der glanzenden, schlanken, liebäugelnden, Naschc-,,rin, die du droben auf dem Baum*) sähest?„Siehe sie danieder geworfen in Staub, das ist„ihr Gang, Nahrung und Erbthcil. Sie gehörte„so wenig auf den hohen Thron, wie du auf den„Thron der Gottheit: Göttcrfrüchte anweisend, und„leckt den Staub, dir unter dem Fuße."
„Solch' einem Thier bist du gcfolget, dem nie-drigsten, verfluchtesten Thiere des Feldes. GotteS-„ebenbild, Mannin, aufgcrichtete, schöne Gestalt,„Zier deines Mannes, Königin der Erde. —„Sieh, wie cs dahingeworfen im Staube kriecht,„sich fortwindet dir unter dem Fuße — Erhabene,„wolltest du eine solche Gestalt werden ?" **) DieLüsternheit der Eva, ihre Eitelkeit, Göttin zu seyn,
*) Vielleicht ist dies genug, und wir brauchen nichtder Fabel von der einst fliegenden Schlange,dem glanzenden Seraph. Es wird nachher einegemeine Erd - und Krautschlange, die den Fü-ßen nachschleichr. Vielleicht ist auch das charak-teristisch , daß „das Biperngeschlecht seinem Ge-suche nach nicht beleidigend, sondern angenehmsey." Shaw's Reisen S. r6o. Ein neuer Reizfür die lüsterne sinnenprüfende Eva.
**) Daß im Orient die erhabene Gestalt vorzüglichdas Gölrerbild sey, weiß jeder: die gekrümmte
kriechende Schlange ist da das scheußlichste Gö-tzenbild.