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Aelteste Urkunde
laugnet nichts, was er gesagt; aber sie ist verführt.Auch das war Wahrheit. Die Kinder waren schwach,aber treu: „Mich verführte die Schlange, und mir,,gab das Weib: ich verführte mich selbst!" Nunfragt Gott nicht weiter. Die Schlange handelte,wie Schlange handeln muß — schnell bricht dieStrafe ein, nach Maas und Ordnung, wie dieVerführung ergangen.
Weil du, Schlange, solches gcthan hast: losey verflucht vor allem Thier auf dem Felde —„Weil du solches gethan hast" — Tief liegt die'eEmpfindung im Herzen des Menschen und des ge-rechtesten unter ihnen, des Kindes. Hassen wrnicht, speien an, wodurch wir litten und verführtwurden? Dies Arglistige, möge es immer nach sei-ner Narur, ja gar nach Durst und Hunger, ge-handelt haben; cs beleidigte uns und wir thalcnihm nichts: wir folgten und wurden verführet —weh ihm! es komme uns aus den Augen! Sellsohne Rache und Strafe bleiben? —
Der Sinn, die Leidenschaften, die allew Le-ben geben, leihen ihm auch Empfindung, nuthin-Strafe. Fraget ein Kind, laßt'eine Fabel unge-recht ausgehen: Srein oder Thier, das Kind er-
grimmet. Jenes erwachsene Kind in seiner Leiden-schaft peitschte das Meer, woran cs gestrauchelt.
War Eva so voll Lebens, daß sie mit derSchlange sprach, von ihr lernte, und wirklichglaubt' und wußte, sie hatte es von ihr: fühletihr die Verwirrung und Erbitterung nicht, imHerzen der Eva, wenn diese listige, scheinheilige,