des Menschengeschlechts. i35
Er kennet, was für ein Gemachte wir sind,
Er gedenket daran, daß wir Staub sind.Barmherzig und gnädig ist der Herr,
Duldend und von großer Güte.
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet —
Gott der Herr rief Adam: Adam, wo bist du?und der arme Zitternde bekennt Alles, was er füh-let. „Ich hörte deine Stimme im Garten — und„furchte mich — denn — ich bin — nackt." Nichta«s Haß bin ich geflohen, sondern aus Scham:wie kann ich erscheinen? Und nun gehet ein Vatcr-vwhör an, das ewiges Muster scyn wird an Lieb'und Strenge und Einfalt. „Nackt? wer hat dirgesagt, „daß du nackt bist? So hast du vom Baum„gkgesscn, davon ich dir verbot und sprach: iß„mcht von demselben?" Der Richter weiß nochnicbts: er richtet aus Thal und eigenem Munde.
Largnen kann Adam nicht; aber entschuldigen willer; will Gott zur Barmherzigkeit bewegen: „das„Weib, das du mir zugescllet hast, gab mir von„dem Baume und ich aß!" Freilich siel damit et-was,auf Gott, der ihm das Weib zugcsellet hatte;lasset uns aber nicht richten, und den zitterndenAugenblick vergessen, in dem Adam schwebte. „Nicht„aus Hochmuts), aus Ungehorsam etwa" — (undwas wir ihm auch sonst noch genug aufbürden.)„Nichts von dem Allen, Vater, aber meine Ge»„sellin hatte gegessen: sie gab mir: hast du sie mir„nicht zugesellet? sollten wir geschieden werden?„Ähr zu liebe" — Der Vater versteht alles, errechtet und schilt nicht: denn alles war Wahrheit.
Er fragt weiter: „und warum thatst du es?" Eva