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Aelteste U r k u n d e
ansicht, daß du mit dem Bestgemeinten wider Wis-sen und Willen ärgerst. Du ärgerst nur Schlangenund ihre Schüler, die wollen geärgert seyn. Dererste Baum des Gebots, und sein Name, denihm Gott selbst gab, war Stein des Anstoßes, un-umgänglicher Fels der Acrgerniß: so ists fortgegan-gcn. Wer ärgerte mehr als Christus und weihcteseine Lehre zur Verblendung der Blinde», zur Ver-stockung der Tauben, zum Felsen des Falles undZcrmalmcns ein? Wer ärgert mehr als Gott? durchjede Thal in seinem Naturreich, durch jede größereGabe. Die edelste Gottesgabe, Wort Gottes,Sprache war von jeher Netz der Verwirrung undBetäubung, ein Fallstrick zu fangen und zu ver-führen — aber nur für Schlangen und Ottern.
Die weitere Verkleidung der Scheingründe wareben so simpel, dem Gesichtskreise der Schülerinschlau angemessen; aber eben so arm und elend.Es ist ungereimt, daß man von dem Menschenso natürlichen Hochmuth, seiner unendlichen Wiß-begierde, seiner unersättlichen Neigung, Gott vomThrone zu stoßen u. s. w. hier plaudert: man ver-steht weder Sinn noch Sylbc. Die kluge Schlan-ge fraß : der Baum hieß Baum des Erkenntnisses;die zwecn dünne Fäden, durch einander geschlagen,webten den Stoff der Verführung, die Farbe,nach dem Gesichtskreise der Eva, konnte nichts an-ders, als so werden. „Klug werden? erkennen„Gutes und Böses — was wirds seyn?" Dienatürliche Antwort wäre gewesen, wie die Schlangewerden, der du folgest; das war aber kein Lorbeer,keine Ehre. „Erkennen Gutes und Böses, was