des Menschengeschlechts. 121
„wirds also seyn? Nicht anders, als wie mir (kei-„nen größer», herrlicher» Anblick kannte sie) die„Welt erschien, da ich ward. Meine Augen wa-„rcn eröffnet und sahn *) — 0 was sahn sie nicht!„nun neueröffnet, welche neue höhere Welt werden„sie sehen. Ich werde seyn, wie — die Schlange?„nein! welch ein Tausch! — Wie Adam? Sv bin„ich, ich sehe die Welt, die er sähe; was er weiß,„sagt er mir. Also — nichts blieb übrig und„nichts höheres! — als der Gott, dessen Bild wir„sind, dcr'S ihm gesagt, der ohne Zweifel weiß,„was dahinter scy, aber uns zurückhält — wie Er„werden wir seyn und wissen — was? — was„gut und böse ist." Also auch als prasumirteGottheit noch eben so klug, iäurn xor iclorn, wieall' ihre Nachfolger, die Demonstratoren.
So bettelarm ist die reiche Phantasie, Mystikund Metaphysik der menschlichen Grillcnlehre zur
*) Allgemeiner Idiotismus des Morgenlandes, dasSehen mir dem Erkenntnis (beides Ein und deredelste Sinn,) das Trinken aus dem klaren Was-ser mit dem Neusehen, dcm Eröffnen der Augenzu verbinden- Ihre ganze Zauber- und Weis-heitssprache ist daher, und der Spiegel meistens,oder Ringbecher sind das Bild und Werkzeugdieses Augcneröffnens. So sollts hier die Fruchtseyn. — Von den Schlangen ists daher mit einStück ihrer Fabclwcisheit worden, daß sie er-blindet sich die Augen öffne», sich durch Abstrei-fung der Haut neue Unsterblichkeit geben u. stS- Bochart. S. 28. ag»