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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aelteste Urkunde

schämen; desto minder sie sich schämen dürfen,kennen Pracht, Stolz , Ucppigkeit, Buhlerei, Neid,Betrug, Verschwendung, Verführung, alle dieHeere Sylphen und Sylphiden, Gnomen und Dä-monen nicht, die in euren Kleidern nisten. Baumder unächten, falschen Weisheit, Feinigkeit undLanacnweile, du hast dies Hcuchel- und Lumpen-studium der Kleider erfunden! Sie sollten denFlüchtling ersetzen, der dahin war.

Wie treflich also ist in dieser Geschichte,Scham, falsche Scham, daß man einander sichselbst verhüllet, Mittelpunkt und Ende; erste Pro-be der falschen Entwickelung unachter Empsindun»gen und trauriger Ausgang. Nackt sahen sie sich:vom Guten war nichts überblieben, als Scham,und der Ersatz des Mangels gieng auf Heucheleiaus und leere Verhüllung. Siehe Adam ist wor-den als unser Einer! und steht ins Thierfell ge-kleidet. Hüllen und Heuchelei! daß wir nichtssind und alles scheinen. Wir decken Schwächenmit Glanz, Mängel der Natur mit Kunst undGoldzier.

Und welch em Ding war, das uns dahinbrachte? die zweizüngige Schlange voll List und.Bosheit. Sehet wie sie da sich auf den Baumschlang, lüstete, züngelte, schwätzte: wie sie Wortund Sinn verrückte, uns im Nichts Alles, imApfel die Gottheit zeigte; vorgieng, liebäugelte,uns betrog. Da kriecht er nun, unser Verführer,auf seinen Bauch geworfen, frißt Staub statt

Göt-