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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts, 97

Götterfrüchte. Der glänzende Herold neuer Selig-keiten ist ein Wurm unter unserm Fuße, derkrummen Schlcmgenweg dahin zischet und unsererFerse ncichschleicht. Scharf ist sein Zahn, Gift un-ter seiner Zunge: hüte dich! zertritt ihm den Kopf Edler Mensch, erhabener Jüngling, dem Thie-re bist du gefolgt! Verflucht das Scheusal, dasdir früh in den Weg kam, dir Unschuld und Pa-radies nahm und dich verführte. Ec führte dichzum Baum der Erkcnntniß, ein Höllenwurm stachdeine Rose.

Und wie leicht giengs zu! Sobald das Ge-schwätz , das Vernünfteln angieng: der erste Schrittins Land der falschen Begierde führt' in endlosesLabyrinth ein. Wort auf Wort, Frage auf Frage,Zweifel auf Lüge, Laugnung auf Zweifel! das Au-ge glitt, der Fuß wankte, Fall war unendlich undsonder Rückkehr. So immer im Reich des Wahnsund der falschen Begierde.

Und alles wie leicht erzählt, so einfältig undnatürlich. Eine Muccergcschichke vom Baum undunter Bäumen. Lauter Gegenstände der Kinder,die lockende Frucht, der versagte Apfel, die gefähr-liche Verführerin, Schlange, der kommende, lust-wandelnde, fragende, strafende Vater. Und Alleszugleich so wunderbar, schauerlich, groß; Paradies,Abend, Gebüsch, der Vaterfluch, die verscherztenBäume, der wachende Cherub. Und Alles erinnertdaran: Vaterernst und Mutterelend, Feld und^ Hütte, Kleider und Brod. Es ist der ganze KreisHeeders Werke z. Rel. u. Lbevl. Vl . G