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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Ae lte ste Urkunde

de! Paradies, wer hat dich geraubt? Wer gabuns den Acker, wo wir Kummer säen und Flucherndten? Wahn und Phantasie! das liebe Meinund Dein! Neid, Kargheit, Geldsucht, Ehre.Sie trieb uns aufs Feld, zog Furchen auf unsereStirn, wie wir sie auf den Acker ziehen, zerrißund verwüstete unser Herz, wie wir die Erde zer-reißen , und dort und hier wachsen Dorn und Di-steln. Auf unser Brod traust Schweiß, und vonunserm Ernstgesicht wird Weib und Kind erschreckt,die Hütte düster, Flur und Paradies verwüstet.Der Baum der Weisheit, Sorge und Verfemungduftete um sich, nahm dem Himmel seinen Thauund der Erde ihre Fette, er hat die Luft verpestet,die wir alle hauchen, den Schlamm, auf dem wiejezt alle kriechen, erndten Dornen und säen Distelnauch auf den Acker des Bruders, wenn er schlaft.

Der frühere Tod endlich

Das machet dein Zorn, daß wir so vergehen,Dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen.Denn unsere Missethat rufest du vor dich,Unerkannte Sünden treten Kläger vor dir auf,Darum schwinden unsere Lage dahin.

Unser Leben fleucht, wie ein GeschwätzAhgeschnitten; und wir sind dahin.

Verblühte Knospen des Menschengeschlechts, ihr ver-führten jungen ewigsterbenden Greise, die ihr kaumOlhem holet und Leben geschmeckt habt, zeuget,weinet, klaget.