Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
 

voll Schmerzen und eine Haussklavin voll Müh'und Arbeit! so tief, zumal im Orient so tief un-ter dem Manne, seinem Willen unterworfen, alsob nur durch ihn Ein Genuß der Schöpfung ihrwäre Jeder kennet im Orient das Loos derWeiber, zumal wenn Armuth und -Bedürfniß dieHütte drücken

Das Weib, die Mutter der Menschen undihre Frucht, das erste Geschenk Gottes, der leben-dige Zweck ihres Daseyns, als obs Sünde,Fluch, gestörte Nacurordnung wäre, wird mitWeh und Tod geboren. Und doch ist das Gesetzda, Lust und der Wille des Mannes erneuen diePlage: nur durch Fluch scheinet sie Mutter zuwerden, wie der Mann durch Fluch ihr Herr undErnährer-

Endlich beide, wenn sie sich nun müde ge-quälet, gesorgt, geschafft, gewaltet, ihr Haus ge-lbauct haben: siche, so müssen sie fort, und gehenunter die Erde. Müssen Alles verlassen Einem an-dern, der nichts erworben und für nichts danket.Vo8 uorr voUis.

Der Mensch vom Weibe geboren lebt kurze ZeitVoll Unruh

Immer im Streit auf Erden:

Taglöhners seine Tage.

Was hat er von Allem unter der Sonne,

Als all sein Lebtag Schmerzen und Grämen und Leib,Daß auch zu Nacht sein Herz nichr ruht,

Und läßt es alles, was er verwaltet,

Dem Undankbaren, der sein nicht gedenkt!