Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

des Menschengeschlechts. 87

Hörsum der Kinder, schreckliche Folgen der falschenWeisheit, Ursprung der Nebel des Menschenge-schlechts in der anschaulichsten lautersten Quelle?Sie löset Knoten der Ameifel über unsere Bestim-mung auf, an denen die Weisen aller Zeiten ris-sen, pflückten, und sie nur immer fester zusammen-zogcn. Nur alles steht auch hier im Orient.

Der Mensch, der Gott der Schöpfung, undvor allen Thieren, wie wird ihm sein Leben zurMühe! Ihnen zollet die willige Erde: Vogel undLilie leben als ächte freie Kinder der Natur; derMensch ihr geborner Knecht und Ungerathner. InSchweiß und Kummer, mit Eisen und Pflugschaarzerreißt er die Eingeweide seiner harten Mutterund sie giebt ihm Dorn und Disteln zur Speise.

Der Mensch, ein Herr der Thiere, und dasThierrcich wie gegen ihn verschworen. Da schleicht,wenn er im Sonnenbrände den Acker bauet, undsein Vrod ißt und Dorn und Disteln mähet, daschleicht eine Schlange zu seinen Fersen, der er janichts gethan hat Morgenland ist voll gifti-ger Thiere, und im Herzen des MorgenländerSlebt noch Eden. Die Erdscholle, das nackte Feldvoll Schweiß und Arbeit, der sklavische Ackerbauist ihm noch Summe des größcsten Fluchs: zumfreien, frohen, ruhigen, in lebender Natur weben-den Gottesbilde ist er geboren

Das Weib, die Krone der Schöpfung, dieweiche Morgenländerin, eine Blume in Eden ent-sprossen ; sie blühet in Eden nicht mehr! Die cin-gcschlossene Bewohnerin der Hütte, eine Mutter