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Aelteste Urkunde
der ein so liebes väterliches Gebot stand. Kaumist der Apfel gepflückt, genossen, wie fallt alles da-hin vor ihnen! Hinweg das Kleid der Unschuld:Scham und Furcht und Reue jagen sie hinters Ge-büsche : sie flechten sich K'Kd.r. Abend kommt lder Vater kommt und lustwandelt im Garten.„Ihr wandeltet sonst mit im lispelnden Abendwin-„dc: Kinder, wo scyd ihr?" Da kommt eine zit-ternde Stimme durchs Gebüsch hervor: da vcrräth
sich das schuldige Paar, will sich entschuldigen,und klagt sich an, fällt tiefer. Der linde Vaterist unwissend, höret, fragt aus; beim lezten, aufdem die Schuld blieb, fängt die Strafe an: er-
hobt sich plötzlich wie ein Donner und donnertfort, und hallet endlich in dem „Erde, zu Erde!"sanft nieder. Wo ist die Schlange? sie ist ver-schlicyen, sie kriecht furchtsam in welcher Enge undfrißt ihren Lohn der Verführung, Staub. Arme,nackte Menschen, mit euren Hüllen von Feigen-blättern, ihr stehet da und zittert; der Vater er-barmt sich euer und kleidet euch selbst. Er ent-fernt euch von einer zweiten Gefahr und Thorheit;das Paradies aber, die Geburtsstatte eurer Liebe,die Wohnung eurer jungen Glückseligkeit und Un-schuld , müßt ihr verlassen: da flammet der Che-rub !-Fraget die Kinder: Kinder sind die ge-
bornen Hörer und Richter der Fabel, ob einfälti-ger , wahrer, schrecklicher, rührender Kindesunge-horsam gestraft werden konnte?
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Also zum Sinne, zum lehrreichen Sinne derFabel. Was ist er anders, als gestrafter Ungc-