des Menschengeschlechts. 6L
„Gebein meines Gebeins, Fleisch meines Flei-sches. Deine Freuden sind meine Freuden, dem„Schmerz mein Schmerz: denn siehe! wunderbar!„ein Ich wir beide." Aus dem Einen Bilde leitetPaulus alle Pflichten und Seligkeiten der Ehe her.
„Gebein meines Gebeins, Fleisch von meinem„Fleische. Du nun meine Gattin, meine Hälfte:„das zweite Ich, die Borseite, die ich in dunkler„Ahnung vermißt. Ich sehe dich vor mir, zarten„zweiten Pfeiler zum Gebäude meines Geschlechts."
„Männin bist du" — Das Weib ist Männin:siehe die Bildung beider. Mannesbild ist Menschen--bild; wo Weibsgestalt vom Manne sich sondert,ists Bedürfniß. Aber der milde Vater ersetzt auch
Gewand, sagt der Koran: mich dünkt, die fettig-ste Umschreibung des "M. Die Fabel
Platons und der Rabbinen von dem getheiltenAndrogyn ist nichts als dies Wort in Dichtung.Das Weib ist die geliebte Vorseike des Mannes,ohne die er zu Erbauung seines Geschlechts eineinsamer Pfeiler dastünde. — Die Worte Gottesund Adams bezeichnen den Grund nicht bloß desNaturtriebes, sondern auch des Segens der Fort-pflanzung im tiefsten Quell. Kein Geschlecht vonMaulesel und Jumars ist noch unter ihnen fort-geflanzt. Es ist nicht allintorium. ipsi simile.Die Menschensungfrau sein Antlitz und seine Vor-seite, konnte sie schöner, reiner und edler genanntwerden; ist sie nicht auch in der Lhat unsere fei-nere Seite? der Engel in Menschennatur.