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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts. 3g

Unmündigen: die Kindheit jedes Einzelnen ist derKindheit des ganzen Geschlechts gleich. Wie un-glücklich du und er, wenn du ihm alles demonstri-ren, mit Gründen belegen, vorvernünfteln solltest,und er dir nicht glaubte? Wann bist du allvernünf-tig, und wann ist ers? Kannst du ihm je sein Le-ben im Nußkecn geben, und nur Einen Zug sei-ner Bestimmung übersehen im ganzen Gemälde?Wer Übersicht sein Leben? Mußt du nicht glau-ben und thun? Muß er dir nicht glauben undthun? Ware cs nicht Sklavenarbeit der Erzie-hung, keinen Glauben finden, sondern bei jedemWort Philosoph seyn, vollständige Gründe im fol-genden Leben zeigen sollen?*)

Elender Jugcndgreis, der seine Pflicht aufcinemMeere schwankender Wellen ,,ja sollte? ja sollte?"sucht; er geht unter, oder rettet sich spat im Schiff-bruch. Hast du je einen Elender» gesehn als derkein Was und Das mehr hat, und nur immer amWie? und am Warum? grübelt? Und so einphilosophisches Kind, solch ein trauriger Jugend-greis sollte Adam seyn? Und das in erster Anlage,

*) Ein Philosoph im Sinne der Alten, ein Mannvon sehr gesunden und schlichten Sinnen, I. M.Geßner hat gegen die Heere neuerer Philosophenund Raisonneurs mit Kindern diesen Satz, denGrund aller wahren Kindeserzichung, vortrefflichgetrieben. S. seinen neu erschienenen Commentarüber die xrirnas liueas iu eruäit, viiiu, fastdurchhin.