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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
370
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XXXIX.

Lb jeder das Abendmahl bei sich nachseinem Gefallen nehmen und verwaltenkönne *) ?

lieber diese Frage dient

1) Aus der Schrift zur Antwort, daß Jesus«s im Kreise der Apostel eingesetzt habe, die,nach Joh> i3-r7., das Bild und Symbol derGemeinschaft aller seiner Heiligen waren. Auchin den Gemeinen Paulus wards öffentlich ver-waltet, wie Cor. 10. und 11. zeiget, wo er allenAbsonderungen und Unterschieden cntqegenarbcitet,und eine Gemeinschaft vieler im Leibe undBlute Jesu will.

2) So Habens auch die ersten Christen gebrauchtund wenn, Apostelg. 2, 42., vom Abcndmahle dieRede ist: so wäre überall allgemeine Gemeine,Gemeinschaft sichtbar. B. 46. und 47. ist noch das-selbe, weil der jüdische Tempel nicht in ihrer Gewaltwar; eS scheint mir aber am letzten Orte, daß bloSvon der Gemeinschaft der Liedesmahle und Liebeswerkeic. die Rede sey. Wie es aber auch sey, ist nochimmer Gemeine, Gemeinschaft, wie sie'sdamals nur seyn konnte.

3 ) Die Ordnungen der Kirche haben nachher die-sen allgemeinen öffentlichen Genuß bestätigt, und diefür Sonderlinge (Separatisten) und Schwärmer er-klärt, die sich mit dem Gedächtniß mahle, demöffentlichen Verkündigen des Todes desHerrn von der Gemeine trennten. Will jemand anden Tod Jesu denken, so kann ers immer und beijedem Gegenstände: jeder Brosam irdischen Brodcsund jeder Tropfe irdischen Tranks kann Stärkung sei-nes geistlichen Lebens werden, wenn's mit Danksagunggenossen wird. Auch kann er sich, ohne irdische Mit-

*) Dieses Bedenken ist zu Bükeburg verfaßt.