und Homilien.
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len, daß nicht ein gutes Lied, wenn es im Choreder Gemeine nach einer schönen Melodie gesungenwird, das Gemüth aufwecke und erhebe, mithin sichselbst empfehle.
3) Die Schule muß hiebei der Kirche helfen.Won Jugend auf muffen die Kinder, so wie ausalten, so auch aus diesen hinzugekommsnen Gefan-gen treffliche Verse auswendig lernen; sie gewinnendadurch einen Schatz von Lebre und Unterweisungfür ihr ganzes Leben. Hat man sie inne, so lerntman die Predigt und auch die Bibel mehr verste-hen. Das Wort Gottes kommt gleichsam naher zuuns; und spricht in einzelnen Pflichten und Bezie-hungen mit uns nach unsrer Weise. Durch dieseLieder lernen wir so manchen Zweifel der neuernZeit überwinden, von dem die altere Zeit noch nichtwußte; man lernt die Religion ansehen, wie siefür uns dienet.
4 ) Der schönste Platz der alten und neuen geist-lichen Gesänge ist das Hauswesen. In vielenFamilien sind die allen Lieder fast ausgestvrbcn; istHoffnung da , daß die'häusliche Andacht durch dieuns näheren, jüngeren Gesänge werde erweckt wer-den? Man will in unserer Zeit, statt der altenKirchenlieder, moralische Gesänge; wohlan! vieledieser Kirchenlieder sind moralisch; und viele dersel-ben enthalten einen wahren Gesang des Her-zens! Es kommt auf Väter und Mütter an, daßsic ihre Kinder diese Lieder singen lassen, und siedamit zu einer Fortdauer in ihre Familien entfüh-ren : Es kommt auf Prediger und Schullehrer an,die ihren Zuhörern und Schülern das lieb zu ma-chen wissen, was sic an diesen Gesängen Gutes ha-ben. Uebrigens, was Ein Jahr nicht thut, daSthun einige Jahre; niemand wolle der Zeit vorgrei-fen und auch ein gutes Vorhaben, durch unnöthigeMühe, nicht übertreiben. Gott segne Alles, was inalten und neuen Liedern gut ist; und er wird es ge-wiß segnen.
WM