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therS, oder mit Worten und klaren AnweisungenChristi und der Apostel.
Der gelindeste Weg, die Menschen von allergeheimen Heuchelei und Falschheit auch in Gesängenzu entwöhnen, ist, daß man sie zur Prüfungdessen, was sie singen, mit gutem, geradenSinne und mit Liebe zur Wahrheit weise. Im öf-fentlichen Gottesdienste halte sich der Lehrer an dieseLiebe zur Wahrheit. Mit Sorgfalt wähle er dieLieder aus, damit er seine Gemeinde nicht zu eineröffentlichen Lüge, das ist, zum Bekenntniß von Em-pfindungen zwinge, die sie weder hat noch habendarf. Dafür sey ihm das reine Wort Gottes inalten oder in neuen Liedern desto werther. Biswei-len ist ein großer Theil von einem Liede anstößig;es hat aber einzelne, unvergleichliche Verse. Wohl-an! diese gebrauche der Lehrer; er wende sie in sei-nen Predigten an, und mache vorzüglich aus sieaufmerksam; das Schlechte lasse er an seinemOrte, damit es in der Stille verschwinde. Ertrage Aufsicht, daß auch die ihm untergebenen Sän-ger und Schullehrer sich nicht aus alten Vorurthei-len gerade an das Schlechteste im Gesangbuche hal-ten; sondern vielmehr, wie es die Kirchenord-nung S. 670 vorschreibt, durch das Auswendig-lernen guter Lieder in der Schule, die Kinder vonJugend auf das Beste fassen und verstehen lernen.
Ein Aehnlichcs ist von dem hinzugekommcnenzweiten Th eile des Gesangbuchs Zusagen. Mannenne diese Lieder nicht mit Verachtung : neue Lie-der ; einige derselben sind schon ein halb Jahrhun-dert alt, und sie werden, so wie wir, von Jahrzu Jahr älter. Manche sind seit zwanzig, dreißigJahren in allen protestantischen Ländern Deutschlandsöffentlich oder besonders gelesen oder gesungen wor-den, und haben ihre Probe bestanden. Sie stehenals zweiter Theil hier; mithin wollen sie die gu-ten Lieder des ersten Thcils, als ihre älteren Ge-schwister, nicht verdrängen: denn olle christliche Lie-
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