und Homilien.
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sich in Verlegenheit befinde, wenn er außer demLiede: O Gott, du frommer Gott, und einpaar andern Gefangen die Andacht seiner Gemeineauch in Liedern auf einzelne Pflichten undLebensumstande zu richten wünschet. Es seyja, sagten sie, unverantwortlich, den Schatz nichtgebrauchen zu wollen, der vor uns liegt, und denu'^-auch Gott gegeben.
Den Wünschen beider wird durch die Veran-staltung dieses Gesangbuchs friedlich abgeholfen. AuSdem alten Gesangbuchc sind 358 Gesänge beibehal-ten; und man hat sorgfältig aus den verschiedenenBezirken unscrs Landes Nachricht eingezogen, wel-che Gesänge, dort oder hier, öffentlich oder beson-ders im Gebrauche scyn. Diese alle behielt manunverändert bei, außer daß hie und da ein Aus-druck, der der Sprache oder dem Glauben entgegenist, oder der gar zum Spotte eines gemeinen Sprüch-worts worden war, (wie es leider dergleichen Lieder-Ausdrücke viele gicbt) unmerklich, oft nur mit ei-nem Buchstaben oder Worte, verbessert wurde. Dgdie vorigen Auflagen des Gesangbuchs, bis sie ver-griffen sind, im Gebrauche bleiben sollten: so durf-ten auch keine unnütze oder schlechten Verse ausge-lassen werden, damit bei den beibehaltenen Liedernder Kirchengesang nicht gestört würde. Diese Ver-besserung , daß nämlich aus alten guten Liedernschlechte Strophen weggethan werden, bleibt einerzukünftigen Zeit Vorbehalten; und ich wünschte, siewäre bald da.
Daher glaube niemand, daß jeder Ausdruck oderjede Bvrstellungsart, die auch in diesen 353 bci-behaltenen Liedern verkommt, durch dies Bcibe-halten gebilligt oder gepriesen werde. Aus heiligemEifer gaben sich in der altern Zeit viele mit Lieder-dichten ab, die dazu nicht geschaffen waren. Sobaldcs ihnen gelang, die Sylbcn in Reim zu zwingen,und mit Geheimnissen der Religion, oder mit Kreuzund Leiden, etwa auch mit einem Kcrnspruche derHerders Werke j. Siel» u. Theos. I V. A a