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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

Gefährten unsers Lebens, die Freude unscrS Hau-ses , die vertrauten Tröster in unsrer Noch; der istein Feind, der sie uns raube, oder mit jeder Zeile,die unS erst wohl that, und die wir itzt nicht wie-der finden, einen Geißelschlag gebe. Und übcrdemmachen sich ja die, für die geändert wird, mei-stens aus allen Kirchengesängen, wie diese auch seynmögen, wenig. So singen sie doch mit innrer Ver-achtung oder Kalte, weil sie in einer andern Weltleben und um ihrcntwillcn raubte man das Brodden Kindern?

Ich halte also jedes Land, jede Provinz fürglücklich, der man noch ihren alten Gottesdienst undihr altes Gesangbuch laßt, und eine ganze Gemein-de nicht täglich oder sonntäglich mit Verbesserungenmartert. Die Lieder'unsrer Kirche haben das Zeug-niß ihrer Würde auf sich, nämlich die.großen Ein-drücke, die sic gemacht, die trefflichen Wirkungen,die sie erwiesen. Andere Religionsverwandte habensic sich zugecignet, und uns lange darum beneidet:sie sind in so viel andre, selbst wilde Sprachen über-setzt, und haben überall Herzen gereget. Da wirunter ihnen durch den Dienst und Anfang Luthersdie besten älteren Gesänge der Vorzeit, bis zu denKirchenvätern hin, die reinen Gesänge der böhmi-schen Brüder und nachher so vieler andrer würdigerMänner besitzen, denen er auch im Gesänge dieBahn brach: so ists undankbar, diese Vorzüge un-srer Kirche, dies Gold zu verkennen, und um einNichts wegzugeben, wcnn's nur glänzt- Der besteDank aber ist's, die alten Zeiten und den altenGeist in Häuser und Kirchen zurückzuführen, da man