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Christliche Reden
Gefährten unsers Lebens, die Freude unscrS Hau-ses , die vertrauten Tröster in unsrer Noch; der istein Feind, der sie uns raube, oder mit jeder Zeile,die unS erst wohl that, und die wir itzt nicht wie-der finden, einen Geißelschlag gebe. Und übcrdemmachen sich ja die, für die geändert wird, mei-stens aus allen Kirchengesängen, wie diese auch seynmögen, wenig. So singen sie doch mit innrer Ver-achtung oder Kalte, weil sie in einer andern Weltleben — und um ihrcntwillcn raubte man das Brodden Kindern?
Ich halte also jedes Land, jede Provinz fürglücklich, der man noch ihren alten Gottesdienst undihr altes Gesangbuch laßt, und eine ganze Gemein-de nicht täglich oder sonntäglich mit Verbesserungenmartert. Die Lieder'unsrer Kirche haben das Zeug-niß ihrer Würde auf sich, nämlich die.großen Ein-drücke, die sic gemacht, die trefflichen Wirkungen,die sie erwiesen. Andere Religionsverwandte habensic sich zugecignet, und uns lange darum beneidet:sie sind in so viel andre, selbst wilde Sprachen über-setzt, und haben überall Herzen gereget. Da wirunter ihnen durch den Dienst und Anfang Luthersdie besten älteren Gesänge der Vorzeit, bis zu denKirchenvätern hin, die reinen Gesänge der böhmi-schen Brüder und nachher so vieler andrer würdigerMänner besitzen, denen er auch im Gesänge dieBahn brach: so ists undankbar, diese Vorzüge un-srer Kirche, dies Gold zu verkennen, und um einNichts wegzugeben, wcnn's nur glänzt- Der besteDank aber ist's, die alten Zeiten und den altenGeist in Häuser und Kirchen zurückzuführen, da man