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Christliche Reden
geschäftigen Nichtsthiicrei fühlt. Eins geworden mitvielen Andern, die Ein Anliegen mit uns vor Got-tes Thron treibt, und Einerlei Vckenntniß, EineHoffnung, Ein Trost beseelet, fühlt mein sich wiein einem Strome zur andern Welt hin, fühlt, wases sey: ich glaube eine christliche Kircheund ein ewiges Leben. In allen Gesängen,die uns diese Ausbreitung und Erhebung nicht ge-ben , die uns nicht mit dem unmittelbaren Gefühleder Wahrheit und der Stimme einer höhcrn Weltdurchschaucrn, bleiben wir, wo wir sind und werwir sind; sie sind also billig, bei all ihrem Guten,keine Kirchenlieder, so lang wir bessere haben. Soll-ten diese letzteren, die ich die bessere nenne, nunauch in alten Melodien und Reimen seyn; solltensie auch die treuherzige Sprache der verlebten Zeit,und hie und da zu viele Splben in einer Reihe ha-ben: gerade diese alten Melodien, diese treu-herzige Altvatersprache einer verlebten Zeit,und der ungezählte, hinüberlaufende Hcrzens-überfluß zu vieler Sylbcn und Worte macht aufeine bewundernswürdige Weise den Reiz und dieKraft dieser Lieder, so daß man nicht glätten, nichtrücken und schneiden kann, oder der erste unmittel-bare Eindruck wird geschwächt, und das Ehrwürdi-ge der alten Vatergestalt geht verloren.
Was ich von dem umfassenden Geiste einigerdieser Lieder gesagt habe, gilt von dem unaussprech-lich kindlichen Tone anderer alten Lieder ebenfalls.Es ist in ihnen die wakre Stimme der Einsamkeitund Gebelsstille aus dem Kämmerlein, wie sie Chri-stus will, und man sieht aus jeder Zeile, daß nur