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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

wärmtes Flickmerk alter Gesänge heißen werden, zuentschuldigen und dessen guten Gebrauch zu zeigen.

Luther, in der dritten Vorrede zu seinem Ge-sangbuchs sagt,weil ich sehe, daß des täglichenZulhuns ohne allen Unterschied, wie cs einem jegli-chen gutdünkt, will keine Masse werden, über das,daß auch die ersten Lieder je länger, je falscher ge-druckt werden, habe ich Sorge, es werde diesemBüchlein die Länge gehen, wie's allezeit guten Bü-chern gangen ist, daß sie durch ungeschickter KöpfeZusätze so gar überschüttet und verwüstet sind, daßman das Gute drunter verloren, und allein das Un-nütze im Brauche behalten hat Bitte und ver-mahne alle, die das reine Wort lieb haben, wolltensolches unser Büchlein hinfort ohne unfern Willennicht mehr bessern oder mehren, wo es aber ohneunser Wissen gebessert würde, daß man wüßte, essey nicht unser zu Wittenberg ausgegangenes Büch-lein Kann doch ein jeglicher wohl selbst ein ei-gen Büchlein voll Lieder zusammenbringen, und dasunser für sich allein lassen ungemchrt bleiben, wiewir bitten, begehren und hiermit bezeugt haben wol-len. Denn wir ja auch gern unsere Münze in un-serer Würde behalten, niemand unvergönnt für sicheine bessere zu machen, auf daß Gottes Name al-lein gepriesen, und unser Name nicht gesucht werde.Amen." ^

Und mich dünkt, diese Forderung ist billig. EinWahrheit- und Herzensgesang, wie die Lieder Lu-thers alle waren, bleibt nie mehr derselbe, wennihn jede fremde Hand nach ihrem Gefallen ändert,so wenig unser Gesicht dasselbe bliebe, wenn jeder