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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

geistlichen und gelehrten Ehrenstellen auswärts ange-tragen worden; allein ich habe es auSgcschlagen, undich weiß nicht, warum, wenn das der Zweck mei-ner Reise wäre, ich nicht mit einem offenen Be-kenntnisse lieber Weggehen könnte. Meine einzigeAbsicht ist die, die Welt meines Gottes von mehrSeiten kennen zu lernen, und von mehr Seiten mei-nem Stande brauchbar zu werden, als ich bisher Gele-genheit gehabt, es zu werden. Dazu fühle ich in mirAnlagen, und diese sind ein innerer Ruf Gottes anuns, der zu unsrer Bestimmung gehört, und demwir folgen müssen. In diesem Punkte stehe ich al-lein vor Gott und meinem Gewissen; da will ichmich über die Redlichkeit meiner Absichten richtenlassen, und nicht von den Vermuthungcn der Men-schen. Den Vorwurf kann man mir nicht machen,daß ich meinen geistlichen Stand aufgebe: denn dengebe ich nicht auf; ich habe vielmehr eine eifrigebrennende Begierde, in ihm noch nützlicher und wür-diger zu werden. Eine Gemeinde verlass^ ich eigent-lich noch nicht, da ich keine eigentliche Seelsorge bis-her gehabt, und keine Beichtkinder, oder mir eigent-lich persönlich anvertraute Seelen verlasse; da manes auch nicht der Ordnung gemäß gefunden, mirBeichtstühle anzuvertrauen, so sehe ich mich blvsals Hcffnungs- und Hülfsprediger, und also meineLage als die einzige an, wo ich noch meinen Planausführen, oder ihn für immer aufgeben müßte.Und ist da wohl ein geistliches Verbrechen, wennein Hoffnungs- und Hülfsprediger deswegen eineReise unternimmt, um etwa die Hoffnung und Er-wartung von ihm noch mehr zu erhöhen, und als»einst mehr als Hoffnungs- und Hülfsprediger sepn