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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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351
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zu können? Man erzeige mir also die Güte, meineAbsicht von der guten Seite anzusehen, von der ichsie gefaßt, mich des geneigten Andenkens auch inmeiner Abwesenbeil zu würdigen, und mir übrigensvon Gott das Glück zu erbitten < daß ich mit denFrüchten, die ich auswärts zu sammeln gehe, hieran diesem geliebten Orte, den ich gewiß liebe undfür den ich nicht die Hoffnung aufgebe, auch in derZukunft nützlich zu werden, oder an einem andern,wo mich Gott hinführl, ihm ein angenehmes Opferbringen könne das ist mein Wunsch, meine Bitteund Hoffnung!

So gehen wir beide aus einander, und werfenuns übrigens in die Hand Gottes. Ich wünschenicht Aergernisse im Andenken meiner Zuhörer nach-zulassen , die meinen Namen auf eine bösartigeWeise schwärzen. Alle meine Fehler und Schwach-heiten aber, die aus meinem Temperamente, ausmeinen Jahren mögen geäußert seyn. wolle die christ-liche Liebe meiner Freunde und Zuhörer bedecken.Wir wollen uns hier noch bei unserm letzten freund-schaftlichen Abschiede die Hände geben, oder viel-mehr, wir wollen uns hier unter Gottes heiligemund allsehendcm Auge verbinden, daß wir beide dieWohlfahrt unsrer Seelen in Gott mir Redlichkeitund Aufrichtigkeit suchen und lebenslang darnachstreben wollen, um uns wenigstens in der Ewigkeitwieder zu sehen, wo uns keine Trennung mehr be-vorsteht. Ich gehe weg und erwarte meine übrigenVerhängnisse und die Bitterkeit und Süßigkeit mei-nes zukünftigen Lebens aus der Hand meines Got-tes, der doch niemand ganz unglücklich läßt, der nur