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Christliche Reden
gnügungen und Lustbarkeiten, zu denen ihr Alterdoch sonst so geneigt ist, entsagt, als meine Ver-träge versäumt Haben. Ich habe ja mit VergnügenBeispiele gehabt, daß einige gutgcartete Seelen dasZutrauen zu mir hatten, mich auch besonders überverschiedene Wahrheiten der Religion, die sonst ih-ren Skrupeln ausgesetzt waren, persönlich und pri-vatim zu befragen, wie z. B. über die VersetzungGottes, über die Person des Erlösers, über die Ein-gebung der tzeiligen Schrift, über die Wirkungendes Geistes, über die Unsterblichkeit der Seele, überTaufe und Abendmahl; und ich habe meistens mitmeinen Antworten und Belehrungen ihre Zufrieden-heit und Beifall gewonnen. Ich tzabe ja gesehen,daß man mit dieser oder jener Materie gleichsamhörend noch nicht zufrieden gewesen, sondern sichschriftlich oder weiterhin mündlich die Belehrung dar-über hat erweitern wollen. Ich habe tausend Aeu-ßerungen von Hetzen und niedcrn Zuhörern gesehen,daß ich ihrer Liebe, ihrer Achtung und Zutrauensnicht ganz unwürdig gewesen; und was kann ichanders, als für diese Gnade, Liebe und Gewogen-heit allen meinen Zuhörern nach Stand und Wür-den , den tiefsten und innigsten Dank meines Her-zens darbringen, u. s. w.
Nehmet das Wort an mit Sanft-muth, das in euch gepflanzet ist Erin-nert euch an die Wahrheiten, die ich euch so oftgepredigt, und die, wenn ich mich nicht irre, vieleedle Seelen mit so viel Willigkeit und Begierde insich gepflanzt haben. Das wolle der Himmel nicht,daß das blos ein Wort gewesen sepn sollte, das eine