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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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334
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3.?4 Christliche Reden

Wenn ich mich nicht in dunkle und subtile Fragen,nicht in unbegreifliche Geheimnisse, nicht in gewä-hrte Grübeleien verloren : wenn ich immer die Sei-ten wählte, die der menschlichen Seele zunächst vor-liegen, die das Herz zuerst und am stärksten undtiefsten zu treffen pflegen, wenn ich gerne auch einemenschliche Sprache zu reden mich befliß so hattedies alles keine andern Gründe und Absichten, alsein würdiger Lehrer der Menscheit zu wer-'den. Ich weiß, daß diesen Gesichtspunkt nicht alle"von meinen Zuhörern, insonderheit die, die mich,wie die Taube Noahs, so einmal besuchten, um ein'Oclbkatt, um ein Wort abzubrechen, und es zu ih-ren Zwecken anzuwenden, getroffen haben. Ich weiß,daß manche die Güte gehabt, Mich für einen Welc-weisen in schwarzen Kleidern zu halten, der wohlnicht als Theolog predige, sondern dessen Lehren inein ander Feld auf daö Katheder, und in das Ka-bine! gelehrter Leute, nicht aber auf Kanzeln gehör-ten. Allein diese Zuhörer haben zu vorrheilhaft vonmir gcurtheilk. Das, was ich auf Kanzeln undvor dem Altäre vorgetragen, ist nie etwas weniger,als Gelehrsamkeit, es sind immer wichtige mensch-liche Lehren und Angelegenheiten gewesen. Zch/Ha-be sie nie gelehrt, sondern immer menschlich', ^mitder ganzen Sprache Meines Herzens Upd MeinerLheilnahme vorgetrageni ich habe immer guS einergefühlvollen Brust, und wie einer, der für'Me guteSache der Menschheit eifert, geredet. Äühcr kames, m. Z., daß ich mich so oft, um meinem Vor-trag die gehörige Nutzbarkeit und Anwendung zugeben/in das Einzelne von menschlichen Pflichten,in den Beruf dieses und'jenes Standes, in die Feh-