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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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332
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Christliche Rede«

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rbren guten und bösen Seiten, von ihren Höhenund Liefen, von ihren Schlupfwinkeln und offenenSeiten aus, zu kennen, sie so vorzuftellen, sie durchdiese Vorstellung zu bessern? das «st also das großeStudium eines Predigers, in welchem er sein Lebendurch nicht zu weit kommen kann, und auf wel-chem alle seine Werke beruhen, menschliche Seelenglücklich zu machen. In der Welt rührt uns eigent-lich nichts als was wirklich menschlich ist, was ausden Empfindungen unsers Herzens bervorgeschöpft,mit dem innern Baue unsers Wesens gleichsam ver-wandt ist. Blos bei Betrachtungen von der Artöffnet sich unsre Seele, sic erkennet sich in dem undjenem innern Zuge, und wie die Betrachtung wie-derkömmt, so erkennet sie sie wieder. Sie machtdie ihr vorgelegte Gesinnung zu ihrer eignen: dasWort wird in sie ge pflanz et: es wachset gleich-sam mit den Destandthcilcn ihres Wesens zusam-men: sie fangt sich an, darnach zu bilden. Dasist der einzige und eigentliche Weg wahrer mensch-licher Bildung zur Glückseligkeit.

Meine meisten und liebsten Predigten, m. Z.,sind also m enscb! ich gewesen. Von dem zu re-den , was unsre wahre Bestimmung hier in diesempnd in einem andern Zustande scy: die eigentlicheherrliche Natur des Menschen, zu der ihn sein Gottgeschaffen, mit allen ihren Vorzügen ins Licht zusetzen: ins Licht zu setzen, wie weit sich der Menschdurch jedes Laster erniedrige, wie viel er durch jedeRuchlosigkeit seiner Natur zu seinem eignen Unglückbeitrage: ins Licht zu setzen, wie sehr wir unser Glückbauen, wenn wir dem Anlagen unsrer Natur treu