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Menschlichkeit gemacht werden, doch immer die wah-re Menschlichkeit für ihre besten, größten und edel-sten Anlagen des Geistes und HerzenS ungemein ver-säumt wird; da wir also, menschlich und moralischzu reden, wirklich in einem Zeitalter der Entartungleben, wie es so viele unedle, niedrige und laster-hafte Seelen zeigen, die doch den größten Theil derMenschheit ausmachen — aus allen diesen Ursachen,hie ich so oft meinen Zuhörern ans Herz zu le-gen gesucht habe, ist noch immer ja ein Standnöthig, der der edlen Sache der Menschheit wiederempvrhclfe, der die vortreffliche menschliche Seeleaus dem tiefen Schlamme, m den sie gerathen kannund so oft gcräkh, errette, ihr ihre beste schöne glän-zende gute Gestalt und ihr ursprüngliches Glück wie-der gebe. Und dies ist das Amt, mit demWorte, das menschliche Seelen glück-lich machen kann; in dem großen Gesichts-punkte für den Nutzen der Menschheit habe ichS be-trachtet, und mich würdig zu machen gesucht, diesengroßen Zweck von meiner Seite zu erreichen-
Man »erstatte mir also, m. Z.. einige Rechen-schaft von dem Wege zu geben, auf dem ich diesgesucht habe. Es redet in meinem Vortrage nichtStolz und Eigenliebe: cs redet ein Redlicher, der,indem er auf eine Zeitlang sein Amt vor einer Ge-meinde niederlegt, das Buch — nicht seiner Ver-dienste aufschlägt, sondern das Buch der Schuldenvorbringt, die er hatte abtragen sollen. Das Wortdes Predigt amls soll Seelen selig ma-chen; und was kann also wohl eine frühere Pflichtals die seyn, inenschliche Seelen zu kennen, sie von