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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
329
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und Ho Milien.

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Ruheplätze, wo man mit dieser und jener wenigergeläufigen Arbeit so ziemlich gelinde obkommen kön-ne, und der Unwissende endlich gor glaubt, daß erVergleichungsweise noch so der beste Deckmantel sei-ner eingeschränkten Einsichten und Geschicklichkeitseyn könne. So nehmen viele diesen Stand : so wirder von vielen beurtheilt, vielleicht auch behandelt.Und wenn ein'Stand, eine ganze Lebensart, dirBestimmung so vieler Menschen falsch, und auf soverschiedene Art falsch genommen werden kann : bleibtalsdann, m. Z., die öftere Unnutzbarkeit unerklär-lich, die diesen Stand begleitet? oder muß nicht,je wichtiger eine Bestimmung ist, und je mehr sieverfehlt wird, um desto größere Verwirrung ent-stehen ?

Ich habe es also für meine erste Pflicht gehal-ten, den wahren Gesichtspunkt zu finden, in wel-chem ich das Amt, das mir von meiner Obrigkeitoufgetragen wurde, führen wollte; und da hoffe ichmit Freuden sagen zu können :ich habe nicht Be-quemlichkeit oder gute Tage, oder Ifangstellen, oderGoldgruben an meinem Stande begehrt: Herr, dasweißest du!" denn,'m. Z., wenn fo niedrige Ge-sichtspunkte und Triebfedern jeden Stand entehrenkönnen, so entehren sic den Stand, der die reine-sten Absichten und die gelautcrtsten Grundtricbe zuhandeln haben sollte, doppelt. So angelegentlichdie Bestimmung eines Predigers ist, eben selche nie-drige Leidenschaften aus der Seele des Menschen weg-zuschaffcn: so nölhig cs bei diesem Stande, wie beikeinem, ist, die Möglichkeit und Schönheit solchergelauterten Selen selbst an seinem eigenen Leben,