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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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321
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und Ho Milien.

Ire

che Ehrerbietung wird uns gegen GotteS Wort er-greifen i Alsdann, o Mensch, bist du gleichsamnoch auf eine näbere Art mit der Gottheit umgeben,als du cs sonst wärest: der Allwissende füllt deine

Seele: derselbe Allwissende, der in der Seele Je-sajas und Paulus gegenwärtig war, da sie sprachenund schrieben; der auf eine uns unbekannte Art ih-re Seelen in seiner Hand hielt, damit sie aus demGrunde derselben das hervordachten, was sein Willewar. Du bist vor ihm: du und deine Gedankensind vor seinem allwissenden Auge. Welche Scheuewird dies vor deinem Gott wirken! wie sehr deineKräfte aufbieten, um vor dem Herrn aufrichtigund rein erfunden zu werden! Sv lies, oMensch! die Bibel: nicht anders, als wenn du

dazu tüchtig bist, als wenn du deine Seele in derStimmung findest, um abgezogen von allen Geschäf-ten der Welt, gesammlet von allen Zerstreuungen,ein Tempel Gottes und der Wahrheit seyn zu kön-nen dann lies die Bibel!

Ich habe schon dafür gewarnt, daß man sichbei keiner gottesdienstlichen Pflicht in die faule Ruheversenken müsse, um selbst nicht zu denken, wohlaber um die Stimme deS Geistes zu erwarten : undich muß es noch einmal lhun. Es ist unter denMenschen leider schon so üblich geworden, Andachtund Scelcnschlaf, Frömmigkeit und Gedanken-Träg-heit zu verwechseln, daß cs, unter andern, auch im-mer mit eine Ursache von dem wenigen Nutzen desPredigthörens und Bibellcsens ist, daß kein Menschmit dem Prediger oder dem Schriftsteller der BibelHerder? Werke z. Rel. u. Lheol. IV. T