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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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317
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und Ho Milieu. 3 -7

Fr hat es, seiner Zeit gemäß, immer glauben kei-nen, und Gott fand es, wie ich im ersten Theilegezeigct, nicht seiner selbst würdig, sich gegen ihnals einen Lehrer der Sternkunde zu beweisen, undihm zu erklären, ob die Sonne laufe oder die Erde.Zu seinem Zwecke khat das so wenig, als 0? im ge-meinen Leben thut, wenn wir sagen: die Sonnegeht auf oder unter, und es ist höchst lächerlich, dieBibel in solchen Gesichtspunkten lesen und beurlhci»len zu wollen.

Zu solchen Dingen ist uns die Bibel wahrlichnicht gegeben, sondern zur Erbauung und zur Besse-rung unsrer Seele. Wenn du, v Mensch, dich alsoder heiligen Schrift nahest, so tritt wie in ein Hci-ligkhum Gottes, wo dir ein andrer Sinn gegebenr»erden soll. Nähre nicht deine Wißbegierde unddeine Eitelkeit oder Zweifclsucht mit neugierigen Fra-gen oder Anmerkungen, sondern dringe allezeit un-mittelbar auf das, was dich angeht, und dir zudeiner Besserung dienen kann. Lies gleichsam in dei-ner eignen Seele, und biete alle deine Seelenkrasteauf, dies Wort Gottes zu verstehen und zu empfin-den. Jedes große Beispiel, was dir vcrgestellt, jedecindrückliche und erhabene Wahrheit, die Gott dirvorhält, das alles werde in dir lebendig und wirk-sam ! deine Seele stehe jedem guten Eindrücke offen siehe! so liesest du Gottes Wort.

2. Ist dies, wie sehr werden, m. Z., alle sol-che liebe Kapitellektüren Wegfällen, da wir auf diedümmste Art von der Welt ein biblisches Buch zer-stückelt und radbrcchcn, um Gott jedesmal und je-den Tag ein Kapitel als ein Schcrflcin auf seinen