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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Homilicn.

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Sie ist noch mehr als dies. Mag immerhindas Licht der Vernunft für den Menschen hinreichen,der kein Sünder ist, der so heilig, so rein, so un-schuldig, so thatig wäre, als er seyn sollte: mag

dieser aus seiner bloßen Vernunft schon zu Gottdas größte und beste Zutrauen haben: aber ich?ich bin nicht so, wie ich seyn soll! ich bin eine ver-fallene Kreatur in den Augen meines Gottes, ich binein Sünder! wie soll ich mich trösten! wie ich ge-gen ihn voll guten Muths seyn, da eS mir ja meinGewissen sagt, daß ich durch meine Schuld es ge-worden bin? daß ich als ein freies moralisches Ge-schöpf unter Verantwortung stehe, daß ich vor demGeiste des Allwissenden nicht ganz gutes Muihesseyn kann; wie wird mir Gott vergeben? und aufwelche Bcdingnisse vergeben, und auf welche Beding-nisse ich ihn versöhnen, und getrost vor ihn treten ? ach, hier schweigt alles! Vernunft, Schöpfung,Gewissen, Vermuthunq, Weltweisheit! Gott!svlliest du mich, solltest du das ganze Menschenge-schlecht in dieser bangen Ungewißheit gelassen haben,es in dem traurigen Kampfe gelassen haben, daßcs mit sich selbst und mit seinen Sünden und Zwei,sein und Unruhen sich das Leben hinweg murrensollte? Großer Erbarmer, und ganz bin ich dochnicht durch meine Schuld unglücklich gewesen, ganzhabe ich es doch nicht nur zuzuschreiben, daß ichverfallener Natur bin. Barmherziges Wesen, soll-test du nicht Mitleiden mit deinem Geschöpfe ge-habt haben, und ihm durch eine positive Offenba-rung deinen Willen erklärt, und iLrost gegeben, undden Weg gezciget zur Versöhnung mit dir, und das