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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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310
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Christliche Reden

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ne auswendig gelernte Worte, die er nicht versteht,mit einer so freien und ungezwungenen Spruche dar-über zu reden, als er sich über alle Sachen in derWelt erklärt.

Wie viel, wie viel hatte nicht die Religion ge-wonnen, wenn man so vernünftig über sie nach-dachte, als jeder Mensch über die Sachen seines ge-schäftvollen Lebens nachzudenken vermögend ist! Glau,bet, m. A., cs ist kein Grundsatz der Religion, demDenken abzusagen, es ist vielmehr ihr Werfall undder wahre Verfall der Menschheit. Selbst die Apo-stel, und sie waren doch von Jesu berufen zu leh-ren, lobten cs, wenn ihre Zuhörer ihnennach-forschten, ob sichs also hielte;" und so wäre csauch für mich die größte Beruhigung meines Am-tes , Nachdenken und Aufmerksamkeit in der Reli-gion erweckt zu haben, und dazu behülflich gewesenzu scyn, daß jeder sein eigenes Gewissen aufgeweckt,seine vorher dunkeln Empfindungen in sich entwi-ckelt, seine Vernunft ausgebildet, und kurz, auchdurch meine Erklärung der Religion weiser, mit sichselbst bekannter, edler und besser geworden wäre,als er war. Auf die Art dient die Religion auchzur Bildung unserer Zeit, und sie, die den mensch-lichen Verstand schon so erhöht hat, würde fortfah-ren, ihn und mit ihm die Tugend, die Menschlich-keit und die Glückseligkeit zu erhöhen - glücklicheZeiten, glückliche Welt!

4. Gott hat sich in der Seele eines Menschen,der sein Schriftsteller wurde, gcvffenbaret: wie ge-schah dieses? Etwa so, daß derselbe Mensch denAugenblick zu denken aufhörte, und Gott für ihn