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Christliche Reden
nes Erdstrichs eine ganz andre Richtung, Wendung,Ton, Gestalt des Geistes bekommen, als derAbend-und Nordländer. Von seiner Gesichtsbildung undKleidung an erstreckt sich der größte Unterschied, derin der Welt sepn kann, bis auf die feinsten Ma-nieren und Schlupfwinkel seines Geistes; — derUnterschied ist zu bekannt und wahr, als daß ichmich dabei aufhalten sollte.
Nun ist diese Religion in einem Morgenlandegeoffenbarct; wie also anders als so, daß sie diesen-Morgenländern verständlich werde, und also in deriDenkart^die ihnen-geläufig war, sonst hatte Gott.völlig seinen Zweck verfehlt. Unsre Bibel trägt alsoauch die Spuren dieser Morgenländischen Denkartsauf allen Blättern; ihre Schreibart ist, insonderheitim alten Testamente und am meisten im Hiob, denPsalmen und den Propheten, voll hoher, kühnerund feuriger Bilder. Selbst die Schöpfungsgeschich-te ist in solchem erhabenen Tone und mit solcherEinkleidung erzählt; selbst die Rcisebeschreibung derJuden durch Arabien hat Spuren dieser verblümtenbildcrvollcn Sprache an sich; selbst ihre Geschichteund Regentenhistorie in Kanaan, selbst die Schrif-ten Salomons — alles tragt diesen Charakter dermorgenländischcn Verblümtheit und bildervollen Ein-kleidung an sich.
Es ist nicht-gut, m. Z., wenn wir aus so et-was die Göttlichkeit unsrer Bücher beweisen wollen:denn auf die Art sagen die Türken von ihrem sopoetisch geschriebenen Koran ein Gleiches; aber dasist noch weniger gut, daß wir so etwas als Gele-genheit nehmen, die Göttlichkeit unsrer Bücher an-